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Thema: Sagenhafter Vogelsberg

Bild: Urvater Noah an den Uhuklippen (Mischtechnik/Leinen)
Vogelsbergsagen Wenn der Wind pfeift, sich dreht und wendet und ständig aus einer anderen Richtung weht, wenn Vollmond ist und die Sterne klar blinken, wenn der Winter mit dem Frühling streitet, dann soll man viele Stellen im Vogelsberg meiden. Es raschelt und raunt dann in den Büschen, es zeiht aus allen Ecken, es leufen einem kalte Schauer über den Rücken, und man bekommt eine Gänsehaut. Will man jetzt wegrennen, sind Beine und Füße schwer wie Vogelsberger Basalt. Man steht starr vor Angst und wartet zitternd wie Erlenlaub auf das, was da noch alles kommen mag.

Bild: Die Burgwächter im Oberwald (Acryl/Leinen)
Jeder Berg hat seinen Namen und jeder Name seine Geschichte. So soll Bonifatius um das Jahr 750 am Taufstein die ersten Christen unserer Gegend mit dem Wasser des Bonifatiusborn getauft haben. Doch die heidnischen Urbewohner fingen sie ein und warfen sie vom Bilstein hinab. Noch heute sollen sich an dieser Stelle in der Walpurgisnacht Hexen aus dem ganzen Vogelsberg treffen.

Bild: Der Goldstein im Schlitzerland (Öl/Leinen)
Überall, wo es Bergwälder und Stürme gibt, ist der "Wilde Jäger" zu Hause - und Wälder und Wind gibt es überall im Vogelsberg. So rast hier immer noch viel Volk mit sagenhaften Schwindigkeiten drch dnkle oder helle Nächte. Es kommt vom Tal herauf oder vom Berg herunter, überfährt und überrennt alles, was sich ihnen in den Weg stellt. - Einmal sogar soll der Wilde Jäger auf zwei feurigen, aber kopflosen Rössern die Straße des Westwinds entlang geritten sein und den Weltkrieg angekündigt haben.

Titelseite Broschüre Sagenhafter Vogelsberg.
Broschüre, 36 Seiten Sagenhafter Vogelsberg Texte, Fotos und Bearbeitung: Alfred Schneider Schotten 2007 - ISBN 3-928048-25-2
Text: Auszüge aus Sagenhafter Vogelsberg.
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